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Steuerhinterziehung

15. Dezember 2014

In besonders schwerwiegenden Umständen ist das Strafmaß eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein außergewöhnlich schwerer Sachverhalt liegt im Allgemeinen dann vor, sobald der Täter
im enormen Ausmaß Abgaben gekürzt oder in keiner Weise gerechtfertigte Abgabevorzüge erlangt hat,
seine Ermächtigung sowie seine Position als Amtsträger ausgenutzt hat oder jemand der die Hilfe von einem Amtsträger nutzt, der seine Befugnisse sowie seine Position missbraucht sowie unter Verwendung nachgemachter oder verfälschter Belege fortgesetzt Steuern gekürzt hat beziehungsweise keines Falls berechtigte Abgabevorzüge erreicht hat. Auch wenn jemand ein Mitglied einer Bande ist, die sich zusammengeschlossen haben um gemeinsam Steuern zu unterschlagen. Sowie Umsatzsteuren bzw. Verbrauchersteuern gekürzt hat beziehungsweise nicht gerechtfertigte Verbraucher- bzw. Umsatzsteuervorzüge erreicht hat.

Bestraft wird jeder der Finanzbehörden oder anderen Amststellen über steuerlich erhebliche Umstände unsachgemäße bzw. lückenhafte Angaben macht.
Ebenso wenn man die Finanzbehörden nachlässig extra steuerlich erhebliche Umstände in Unwissenheit lässt oder besser gesagt nachlässig die Nutzung von Steuerzeichen oder Steuerstemplern unterlässt und hierdurch Steuern verkürzt beziehungsweise für einen selbst oder auch für andere keines Falls berechtigte Steuervorteile erreicht.

Bei Steuerhinterziehung, ganz gleich ob bei einer Selbstanzeige beziehungsweise ebenfalls wenn sie bei ihrer Unterschlagung von Steuern im Vorhinein ertappt worden sind, wäre es für jeden am Besten wenn sie sich einen Rechtsanwalt zu ihrer Verteidigung leisten können, denn es geht hier schließlich um ihre Existenz und Steuerunterschlagung ist nun mal kein Kavaliersdelikt noch dazu wird abhängig von der Schwere der Strafe mit bis zu 10 Jahren Gefängnisstrafe bestraft.
einem muss bewusst sein das eine Verurteilung zu einer Geldstrafe von über neunzig Tagessätzen im Bundeszentralregister als vorbestraft gemeldet wird und auch in ihrem Führungszeugnis dann ein Vermerk auftaucht, dass sie Verurteilt sind.

Falls jemand sich für zur Selbstanzeige entschlossen hat, muss die Anzeige erfolgt sein, ehe dem Straftäter bzw. seinem Komplizen die Einführung des Bußgeld- oder Strafverfahrens eröffnet worden ist. Dies sollte ebenfalls bei Hinterziehung von Steuern geschehen bevor ein Prüfer der Finanzbehörde zur steuerstrafrechtlichen beziehungsweise steuerlichen Kontrolle gekommen ist. Zusätzlich sollte der Schuldner unter keinen Umständen im Vorhinein wissen, daß die Straftat bereits zum Vorschein gekommen beziehungsweise stellenweise entdeckt worden ist, denn ansonsten würde er auf keine Fall Straffrei wegkommen. Kommt der Täter aber bei Steuerhinterziehung straffrei davon, werden jedoch Hinterziehungszinsen festgesetzt.

Für den Fall das mehrere an der Steuerunterschlagung beteiligt sind wie zum Beispiel Eheleute, Erbengemeinschaften oder der Leiter von Betrieben dann sollten die weiteren Handlungen zusammen geplant und abgestimmt werden. Denn falls nur einer der Involvierten gesteht, können die anderen sich nicht mehr selbst Anzeigen und werden im schlimmsten Fall dann verurteilt.
Achtung bei verletzten und belogenen Ehegattinnen oder Liebschaften, denn verletzte Frauen neigen in diesem Fall dazu ihren Ex geliebten gern ins offene Messer laufen zu lassen.
Beachtet werden sollte auch immer darauf mit wem sie über ihren Betrug reden, weil nicht alle sind so nett wie sie immer tun, auch wäre es vom großen Vorteil nur mit Personen darüber zusprechen die vor Gericht ein Recht haben ihre Aussage zuverweigern, wie z.B. einen Anwalt sowie einem Steuerberater.

Wenn sie Zollhinterziehung begangen haben entscheidet nicht zuletzt das Ausmaß der hinterzogenen Abgaben und die Zeitdauer der Steuerhinterziehung über die Höhe der Strafe.
Entsprechend der Höhe der Steuerhinterziehung fällt folglich das Strafmaß aus zum Beispiel bis 1.000€ sämtlicher Hinterziehung wird die Nachforschung meist gegen einer Auflage vorzeitig eingestellt.
Bis fünfzigtausend € wird in der Regel mit einer Geldstrafe verurteilt und ab 50.000 euro durch z.B. Erschleichen von Zahlungen von der Finanzbehörde z.B. Vorsteuererstattungen eine Geldstrafe beziehungsweise eine Haftstrafe die eventuell zu einer Bewährungsstrafe ausgesetzt werden kann.

Steuerhinterziehung ist in der Bundesrepublik verboten und auch der Vorsatz von Steuerhinterziehung wird Kriminalrechtlich verfolgt. Straffrei kommt man nur davon wenn derjenige sich bevor die Behörde für Finanzen die ersten Prüfungen fordert sich selber bei der Behörde angezeigt hat. D.h. in keiner Weise daß man gänzlich davon gelangt, mit einer Geldstrafe müssen alle rechnen.

Ein ganz anderer Tatbestand liegt bei einer gewerblichen Steuerveruntreuung vor.
Eine gewerbliche Steuerhinterziehung liegt vor falls die Tat erneut begangen wird und der Steuerschuldner sich damit nicht nur eine kurzzeitige Erwerbsquelle von niedrigem Umfang verschafft hat.
Mit am schlimmsten ist wahrscheinlich das hier keine Selbstanzeige wie auch keine Einstellung entgegen einer Geldstrafe und kein diskretes Strafverfahren ohne eine Hauptverhandlung denkbar sein wird.
Aus diesem Grund muss jedem bewusst sein dass die Sachlage eine Straftat ist, d.h. jeder der an dieser Tat involviert ist kann mit einer Haftstrafe von 1 Jahr bis zu 10 Jahren rechnen. Außerdem beträgt die Verjährung in diesem Fall nicht wie bei der gewöhnlichen Steuerhinterziehung fünf Jahre, stattdessen komplette 10 Jahre.
Jetzt kann jeder selbst entscheiden ob es ihm wert ist ein paar 1.000€ mehr auf dem Konto zu haben und eventuell im Nachhinein in Haft zu sitzen oder verurteilt zu sein.

Bei einer Selbstanzeige sind die Voraussetzungen um ohne Strafe davon zukommen daß der Täter die unrichtigen bzw. lückenhaften Angaben bei der Steuerbehörde berichtigen oder vervollständigen sollte beziehungsweise die unterlassenen Angaben nachholt.
Darüber hinaus sollte beachtet werden daß man mit einem Anwalt bzw. Steuerberater Rücksprache über die Selbstanzeige halten sollten, weil formell hier noch vieles zu Regeln ist. Wenn sie es ohne juristische Hilfe machen sollten spart man vermutlich noch am falschen Ende.
Ebenfalls muss vor allem die Tatsache beachtet werden das geerbtes Schwarzgeld für die Nachkommen die gleichen Kriminalrechtlichen Folgen mit sich bringt ebenso wie bei dem Schuldner selbst. Und niemand möchte letzten Endes negativ in Erinnerung verbleiben sowie den Erben Geldschulden vererben.